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Qualifizierte Berufsausbildung an der TU Clausthal

Ein kleiner Führer durch die verschiedenen Ausbildungsberufe

5. Auflage 2006

- zusammengestellt vom Personalrat der TU Clausthal -

Umstrukturierungen im Ausbildungskonzept sowie notwendige Anpassungen an die Ausbildung selbst machten eine Aktualisierung zwingend notwendig.
Die vorliegende Fassung ist bereits die 5. Auflage.

Den Sprecherinnen und Sprechern der einzelnen Ausbildungsberufe danken wir für die Mithilfe bei der Textabfassung.

Clausthal-Zellerfeld im Dezember 2006

DER PERSONALRAT

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Broschüre über die qualifizierte Berufsausbilung an der TU Clausthal

Hier gibt es die Broschüre zum download.

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Vorwort

Das Aufgabenspektrum von Universitäten wird immer breiter: Ging es traditionell ganz schwerpunktmäßig um die akademische Lehre und in den einzelnen Instituten angesiedelte Forschung, so bekommen Handlungsfelder wie die Weiterbildung, der Technologietransfer und die Verbundforschung eine immer größere Bedeutung. Diese vielfältigen Aufgaben können nicht erfolgreich wahrgenommen werden ohne eine breite Unterstützung durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im technischen und Verwaltungsdienst; sie wirken in Laboratorien, Werkstätten, Bibliotheken und Büros in höchst unterschiedlichen Funktionen, bringen ihre handwerklichen, technischen oder auf Bürotätigkeit bezogenen Fachkenntnisse ein und leisten vielfach auch schöpferische Beiträge in der Erfüllung ihrer Aufgaben. Ihr Arbeitseinsatz, ihr Verantwortungsgefühl und ihr Mitdenken sind essenziell für eine erfolgreiche Forschung und Lehre. Das gilt gerade für die Technischen Universitäten und insbesondere für die Technische Universität Clausthal, die ihren exzellenten wissenschaftlichen Ruf ständig im Wettbewerb durch hervorragende Leistungen für Auftraggeber in Industrie und Wirtschaft und um knappe Forschungsgelder der öffentlichen Hand rechtfertigen und festigen muss.

Die wirtschaftliche Bedeutung der Technischen Universität Clausthal als großer öffentlicher Arbeitgeber in der Region bringt eine besondere Verantwortung auch für die Ausbildung des Nachwuchses in den handwerklichen und technischen Berufen mit sich. Tatsächlich macht die Technische Universität Clausthal schon seit vielen Jahren besondere Anstrengungen, um eine – an der Zahl der vorhandenen Mitarbeiterstellen – weit über dem Durchschnitt liegende Zahl von Ausbildungsplätzen anbieten zu können. Der fachliche Zuschnitt der Ausbildungsplätze eröffnet den Auszubildenden besondere Chancen; die Ausbilder widmen sich ihrer Aufgabe mit großem Engagement. Die besondere Qualität ihrer Ausbildungsleistung wird dadurch dokumentiert, dass traditionell pro Jahrgang mindestens einer der Kammersieger im Bereich der IHK Braunschweig an der TU Clausthal ausgebildet worden ist. Folgerichtig ist die Technische Universität Clausthal auch über die Region hinaus für den Nachwuchs in den handwerklichen und technischen Berufen des nichtwissenschaftlichen Dienstes eine begehrte Ausbildungsstätte.

Der Personalrat stellt mit der hier vorgelegten Broschüre die Ausbildungsberufe der Hochschule vor. Damit wird den jungen Mitbürgerinnen und Mitbürgern der Region und des weiteren Umlandes eine wichtige Orientierungshilfe bei der Suche nach einem Beruf und einer Ausbildungsstätte an die Hand gegeben.

Dem Personalrat sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die an dieser Schrift mitgewirkt haben, gilt mein herzlicher Dank. Die Broschüre ist ein wichtiger Schritt, die Universität in ihrer Bedeutung für die Region als Arbeitsstätte und Ausbildungsplatz erneut ins Bewusstsein zu rücken.

 

Clausthal-Zellerfeld, im Februar 2006


Professor Dr. Edmund Brandt
Präsident der Technischen Universität Clausthal

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Tradition und Innovation

Tradition ...

Reichen Erzvorkommen an Silber, Blei, Zink und Kupfer verdankte der Oberharz für Jahrhunderte seine Bedeutung als Zentrum des Bergbaus und Hüttenwesens. Im Jahre 1763 regte Henning Calvör an, eine "mathematische Schule für die auf-gewecktesten und fähigsten Köpfe von denen, die Berg- und Zimmerleute werden wollen", einzurichten. 1775 gegründet und 1864 in den Rang einer Bergakademie erhoben, erlangte die Oberharzer Ausbildungsstätte rasch internationales Anse-hen. So kam Mitte des 19. Jahrhunderts die Hälfte ihrer Studenten aus Nord- und Südamerika, Südostasien und Australien.


... im Wandel der Zeit
In den sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts, als Kohle und Stahl ihre domi-nierende Rolle in der deutschen Industrielandschaft verloren, vollzog die Bergaka-demie Clausthal einen Wandlungsprozess. Die Einführung neuer Vollstudien-gänge von Chemie, über Physik, Mathematik, Maschinenbau bis zur Verfahrens-technik leitete Strukturveränderungen ein, die im Jahre 1968 zur Umbenennung der Hochschule in "Technische Universität Clausthal" führten. Diesem Brückenschlag zwischen Tradition und Innovation folgten weitere neue, richtungsweisende Studiengänge: In den achtziger Jahren Informatik, Technomathematik und Chemieingenieurwesen, sowie innerhalb der letzten Jahre die Umweltschutz- und Energiesystemtechnik, die Wirtschaftsmathematik, Wirtschaftsinformatik und das Wirtschaftsingenieurwesen.

Forschung und Lehre heute ...
Schwerpunkte der Forschung und Lehre an der TU Clausthal sind heute die Mate-rialwissenschaften, der Maschinenbau und die Verfahrenstechnik, die Informati-onstechnik sowie Studiengänge, die wirtschaftswissenschaftliche, natur- und ingenieurwissenschaftliche Kenntnisse zu einem stimmigen Qualifikationsprofil für neue Berufsfelder miteinander verschmelzen. Mit ihren rund 90 Professoren, 420 wissenschaftlichen Mitarbeitern und rund 2800 Studierenden besitzt die TU Clausthal eine übersichtliche Struktur, die zu interdisziplinärer Forschung genutzt wird.

Ein europäisches Graduiertenkolleg auf dem Gebiet der Kunststoffe führt die Universitäten Göttingen, Amsterdam, Eindhoven und Clausthal zusammen und bietet die Chance, frühzeitig forschend in einem internationalen Verbund zu arbeiten; den metallischen Werkstoffen widmet sich der Sonderforschungsbereich "Fertigen in Feinblech" und eine Forschergruppe auf dem Gebiet der "werkstoffbezogenen Simulation thermischer Prozesse in der Produktionstechnik". Das Infor-mationstechnische Zentrum fördert die Anwendung der Informatik in den Inge-nieurdisziplinen. Mathematiker der Universitäten Göttingen und Clausthal ko-operieren in einer Forschergruppe zur Zahlentheorie. Der Umweltschutztechnik widmet sich ein unabhängiges, eigenständiges Forschungsinstitut, das Clausthaler Umwelttechnik-Institut, welches in Lehre und Forschung mit der Universität kooperiert.

Diese Kompetenz findet regelmäßig ihre Bestätigung in Spitzenplätzen in Rankings, welche Forschung und Lehre an den deutschen Universitäten bewerten. Mit einem Anteil von 20 Prozent ausländischer Kommilitonen und Doktoranden gehört die TU Clausthal auch auf dem Feld der Internationalität zur Spitzengruppe in Deutschland.

... praxisorientiert
Die persönliche Studienatmosphäre, die Vielzahl der Hochschulpartnerschaften, die ausgezeichnete Internetanbindung in den Wohnheimen, die Chance an der forschungsstarken TU Clausthal bereits als Student in wissenschaftliche Arbeiten eingebunden zu werden, dies macht die Attraktivität der Hochschule für die Studierenden aus. Gemeinsame Projekte zwischen Industrie und Hochschule zeigen den hohen Stellenwert, welchen die angewandte Forschung, ohne die Grundlagenforschung zu vernachlässigen, einnimmt.

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Ausbildungsberufe an der TU Clausthal

Die TU Clausthal ist vergleichsweise klein, überschaubar und persönlich geblieben. Sie bietet daher auch in der beruflichen Ausbildung hervorragende Arbeitsbedingungen.

Insgesamt zählt die Hochschule heute etwa 1100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, darunter rund 100 Auszubildende. Zusammen mit den über 3000 Studierenden nimmt die Technische Universität in der Berg- und Universitätsstadt Clausthal-Zellerfeld mit seinen rund 16000 Einwohnern eine wirtschaftliche und soziale Stellung ein, die in ihrer Bedeutung mit dem früheren Oberharzer Bergbau in gewisser Weise vergleichbar ist.
Die Technische Universität Clausthal ist sich ihrer sozialen Verantwortung für die Jugend bewusst und nimmt diese in besonderer Weise wahr. Als einer der größten Arbeitgeber und Ausbildungsbetriebe in der Region bietet die Hochschule zur Zeit 101 Ausbildungsplätze in 20 verschiedenen Berufsfeldern an, wobei die Ausbil-dungsdauer überwiegend 3,5 Jahre beträgt. Nur rund ein Drittel der Ausbildungs-berufe benötigt eine dreijährige Ausbildung.
Eine Ausbildung an der Hochschule bietet im Verhältnis zur Industrie oder zum Handwerk viele Vorteile. So steht hier in der Regel nicht die Produktion im Vordergrund, sondern oft eine ganz spezielle Problemstellung, die Mitdenken und Suchen nach geeigneten Lösungen verlangt. Daraus ergibt sich zum einen der Vorteil, daß mehr Zeit zum gründlichen Erklären, Üben und Verstehen zur Verfügung steht und zum anderen durch die vielseitige Aufgabenstellung die Arbeit interessant und abwechslungsreich verläuft.
Aufgrund des Hochschuloptimierungsprozesses TUC plus wurden im Jahre 2006 auch Teile des hochschulinternen Ausbildungskonzeptes neu geordnet. Ein erster Schritt in diese Richtung ist die Zentrale Ausbildungswerkstatt (ZAW), die im September 2006 ihren Betrieb aufnahm.
In der ZAW werden einem Großteil der Berufsanfänger in den ersten sechs Monaten ihrer Ausbildung die beruflichen Grundlagen vermittelt. Später sollen dort auch gewisse Fortbildungsmaßnahmen durchgeführt werden.

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Übersicht der Ausbildungsberufe und Anzahl der Auszubildenden

Ausbildungsberuf

Anzahl

Ausbildungsdauer

Buchbinder/in *)

1

3 Jahre

Chemielaborant/in

5

3,5 Jahre

Elektroniker/in für Betriebstechnik

3

3,5 Jahre

Elektroniker/in für Geräte und Systeme

12

3,5 Jahre

Elektroniker/in für Energie- und Gebäudetechnik *)

3

3,5 Jahre

Fachangest. Medien- und Informationsdienste

1

3 Jahre

Fachinformatiker/in

20

3 Jahre

Feinwerkmechaniker/in - Feinmechanik *)

24

3,5 Jahre

Feinwerkmechaniker/in - Maschinenbau

8

3,5 Jahre

Feinwerkmechaniker/in - Werkzeugbau
(alte Bezeichnung: Werkzeugmechaniker/in)

1

3,5 Jahre

Informatikkaufmann/frau

1

3 Jahre

IT-Sytemelektroniker/in

---

---

Mediengestalter/in Bild und Ton

2

3 Jahre

Physiklaborant/in

3

3,5 Jahre

Technische/r Zeichner/in

2

3,5 Jahre

Kraftfahrzeugmechatroniker/in

1

3,5 Jahre

Industriemechaniker/in

4

3,5 Jahre

Tischler/in *)

2

3 Jahre

Verfahrensmechaniker/in für Kunststoff- und Kautschuktechnik

1

3,5 Jahre

Werkstoffprüfer/in

7

3,5 Jahre

insgesamt:

101

 

Stand: 01.08.2006 bzw. 01.09.2006 *)

Eine Ausbildung an der Universität bietet im Verhältnis zur Industrie oder zum Handwerk manche Vorteile. So steht hier in der Regel nicht die Produktion im Vordergrund, sondern oft eine ganz spezielle Problemstellung, die Mitdenken und Suchen nach geeigneten Lösungen verlangt. Daraus ergibt sich zum einen der Vorteil, daß mehr Zeit zum gründlichen Erklären, Üben und Verstehen zur Verfügung steht und zum anderen, daß durch die vielseitige Aufgabenstellung die Arbeit interessant und abwechslungsreich verläuft.

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Kontakt

Sie haben noch Fragen zur Berufsausbildung?

Wenden Sie sich an:

Yvonne Wagner
Technische Universität Clausthal
Adolph-Roemer-Straße 2a
38678 Clausthal-Zellerfeld
Telefon: 0 53 23 / 72 - 26 43
Telefax: 0 53 23 / 72 - 37 60
e-Mail: yvonne.wagner@tu-clausthal.de

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